Berlin ↔ Paris 2011
Paris, je t’aime .
Aufregend so ein Schüleraustausch. Solange wir in Deutschland waren, schien alles „nur“ eine Woche Ausflug nach Paris zu werden. Cool zumindest, weil es mitten im Schuljahr unterrichtsfrei gab. Was uns erwarten würde, wussten wir natürlich nicht. Ein paar Tage vor der Reise und dann bei den Reisevorbereitungen wurde es schon konkreter: „Was bringe ich meiner Gastfamilie als Gastgeschenk mit?“ Schwer für jemanden ein Geschenk auszusuchen, den man gar nicht kennt. Pralinen, Souvenirs aus Berlin oder einen Reiseführer von Berlin … was noch? Das Abenteuer begann früh, noch vor der Morgendämmerung (für manche zu früh, sodass sie am Abend vor sieben Uhr ins Bett fielen). In Paris kamen wir schon um 8:45 Uhr an. Monsieur Dupont holte uns ab und wir fuhren gemeinsam nach Villepinte in die Schule. Ein bisschen warten mussten wir noch, weil die französischen Schüler noch im Unterricht waren. Lange gedauert hat es eigentlich nicht, aber nervös war man dann doch irgendwie. „Wie wird mein Austauschschüler sein?“ „In was für einer Familie bin ich untergebracht?“ Als die Schüler dann kamen, waren die genauso schüchtern wie wir. Zum Glück waren alle nett und auch die Familien haben uns am Nachmittag sehr herzlich aufgenommen. Also alles geklärt für’s Erste … wären da nicht die Verständigungsprobleme. Manche hatten Glück und konnten sich mit Englisch behelfen. Andere hatten Startschwierigkeiten und mussten etwas nach der richtigen Strategie suchen. Am zweiten, spätestens dritten Tag war’s dann aber für alle entspannt. Die Franzosen hatten ein tolles Programm zusammengestellt. Am zweiten Tag (Donnerstag) waren alle – Franzosen und Deutsche – zusammen in Versailles.
Am Freitag haben wir den Tag allein verbracht und die Franzosen abends am Triumphbogen getroffen. Wir sind gemeinsam in eine Crêperie gegangen. Danach fand noch eine Bootsfahrt auf der Seine statt. Diese beiden Tage waren super. Wir haben uns gut verstanden. Am Wochenende waren wir in den Familien. Sie hatten sich ein Programm für uns überlegt: Stadtrundgang durch Paris, Kino, Disneyland, Pizza‐Party… Das Wochenende war schön. Wir waren aber auch froh, die anderen am Montagmorgen wieder zu treffen. Schließlich hatten wir Einiges zu erzählen. Über die Woche haben wir sehr viel von Paris gesehen: Das Schloss von Versailles, den Eiffelturm, den Louvre, die Champs‐Elysées, den Triumphbogen, die Basilika Saint‐Denis, Montmartre mit Sacré‐Coeur, Notre‐Dame, Saint‐Michel, das Rathaus, … Dadurch mussten wir viel laufen und viel Metro fahren. Das war anstrengend, hat sich aber gelohnt. Nicht jeder kann schließlich von sich behaupten, dass er auf dem Eiffelturm war! Ein besonderes Erlebnis gab’s noch am letzten Tag. Wir sind am Vor‐ mittag mit den Franzosen in die Schule gegangen und haben gesehen, wie französischer Unterricht abläuft. Wir hatten eine echt gute Zeit in Paris. Am Ende waren wir sogar etwas traurig, dass die Zeit so schnell verflogen ist. Gut, dass die Franzosen noch zu uns kommen – schon im Mai. So wie wir sagen können „Paris, je t’aime …“ sagen die Franzosen nach dem Gegenbesuch hoffentlich „Berlin ist toll!“. Wir werden uns Mühe geben, dass es auch eine schöne Woche wird!
Hier gibts den ausführlichen Bericht!!!
Wir freu’n uns drauf! Au revoir à Berlin!
Anette Kamitz