Fritz-Reuter-Oberschule
Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe

Cannes 2014

Zum Beginn des Schuljahres war es wieder einmal so weit: Die traditionelle Kursfahrt der Oberstufe an die Côte d’Azur begann am Sonntag am Flughafen in Schönefeld. Sechs Tages würden wir, 11 Schüler und Schülerinnen, Frau Dr. Philipp und Frau Betker, in der Stadt der goldenen Palme verbringen.

„Meine Französischkenntnisse verbessern.“, „Das mediterrane Klima kennenlernen.“, „Neue, französische Wörter lernen.“, „Die Kultur der Côte d’Azur entdecken“, „Mit den Einheimischen in Kontakt kommen.“ Mit diesen Erwartungen sind wir am 24.08.2014 nach Cannes gereist.

Nach einer zweistündigen Flugreise nach Nizza, ging es dann mit dem Bus an der Côte d’Azur entlang, bis wir gegen Mittag in Cannes ankamen. Dort konnten wir bereits erste Erkundungen in der Stadt unternehmen und Alfred und Alexander informierten uns über den Palais de Congrès, in dem die Filmfestspiele von Cannes stattfinden, und andere Sehenswürdigkeiten. Am Abend erwartete uns schon das erste Highlight: Ein spektakuläres Feuerwerk. Die Stadt Cannes feierte den Tag der Befreiung durch die Alliierten mit dem Festival d‘art pyrotechique de Cannes. Unter dem Thema „Le cygne noir – der Schwarze Schwan“ hatte der russische Künstler Vladimir Khan ein imposantes und beeindruckendes Feuerwerksspektakel komponiert.

Am Montag besuchten wir Monaco. Mit dem Zug fuhren wir in die Stadt der Reichen und Schönen. Wir besuchten das Palais princier, den Wohnsitz der Grimaldi-Familie, und bekamen eine kleine Führung durch die Stadt von Anastasia, Laura und Wioletta. Schließlich hatten wir Freizeit, um das Wasser des Mittelmeeres zur Abkühlung zu nutzen. Am späten Nachmittag trafen wir uns vor dem Casino von Monte-Carlo. Es war sehr beeindruckend, wie viele luxuriöse Autos vor dem Casino geparkt waren: Porsche, Lamborghini,… Einige von uns besichtigten auch den Vorraum des Casinos, aber in den Spielbereich gelangten auch sie nicht. Denn um in die Spielhölle eintreten zu können, musste man eine Startgebühr von zehn Euro zahlen. Müde und mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir zurück nach Cannes.

Am Dienstag lag ein besonderer Duft in der Umgebung. Wir packten unsere Sachen, um in die Stadt der Parfümerie zu fahren: Grasse. Im Musée International de la Parfumerie bekamen wir eine Einführung in die Parfümherstellung. Der Workshop war auf Französisch, sodass wir unsere Vokabelkenntnisse gut trainieren konnten. Wir bekamen nacheinander vier Duftproben und mussten ihnen jeweils eine Jahreszeit, eine Tageszeit, einen Ort und eine Person zuordnen. Dies war gar nicht so einfach. Schließlich durften wir unser eigenes Parfum mischen. Zum Abschluss besichtigten wir noch das Museum und lernten dabei viel Neues: Wusstet ihr zum Beispiel, dass ein Parfümeur bis zu 20000 Düfte in seinem Kopf gespeichert hat und den Duft nicht tatsächlich vor sich haben muss, um ihn zu riechen? Oder dass die Designer der Parfümflacons nur einen kurzen Satz oder ein Wort erhalten (z. B. außergewöhnlich), um ein Flacon zu kreieren – sie kennen den Duft nicht! Anschließend führte uns Caroline durch die verwinkelten Gassen von Grasse. Am Abend gab es dann ein traumhaftes Picknick am Strand. Wir hatten verschiedene Lebensmittel besorgt und konnten den Abend bei leckeren Speisen am rauschenden Meer beenden.

Am Mittwoch erwartete uns dann die Stadt Nizza. Hier erkundeten wir den Markt, die Altstadt und wanderten auf den collin de Nice. Von dort hatten wir einen traumhaften Blick über das Mittelmeer, die Promenade des Anglais und die ganze Stadt. Vanessa, Danka und Clarissa führten uns sicher durch die große Stadt. Anschließend hatten wir Zeit zum Baden und Essen.

Den letzten Tag verbrachten wir in Antibes. Das ist eine sehr kleine Stadt zwischen Cannes und Nizza. Wir bekamen wieder eine Führung durch den beschaulichen Ort, dieses Mal von Alexej. Anschließend gab es wieder etwas Freizeit: Einige tummelten sich am Meer und genossen die Sonne, andere trieben sich auf dem Markt herum, kauften Feigen, Oliven und feilschten um die Preise auf dem Trödelmarkt. Anschließend besuchten wir das Musée de Picasso. Hier suchte sich jeder ein Kunstwerk aus und beschrieb dieses. Am Abend trafen wir uns dann zu einem leckeren Abschiedsessen in einem französischen Restaurant, das Alexander und Alfred im défi du jour für uns reserviert hatten. Bei Spaghetti oder Fisch und interessanten Gesprächen ließen wir den letzten Abend in der Gruppe ausklingen.

Die Fahrt hat sich für alle Beteiligten sehr gelohnt, denn mit vielen neuen Eindrücken geht es jetzt zurück nach Deutschland.