Fritz-Reuter-Oberschule
Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe

Menton 2011

Attention à la marche … Vorsicht Stufe!

Das diesjährige Ziel der Oberstufen-Projektfahrt nach Frankreich war die Côte d’Azur. Meer und Berge. Blauer Himmel. Weiter Blick. Ein bisschen wie Urlaub … aber eben nicht nur.

So, 14.08.2011, 5:40 Uhr, Flughafen Schönefeld. Abflug 7:00 Uhr. Ankunft in Nizza 9:10 Uhr. Die Stimmung gut. Weiter mit dem Bus und dem Zug nach Menton, etwa 1 Stunde östlich von Nizza. Schön gelegen auf einem Berg, was an der Côte d’Azur ja nicht weiter verwunderlich ist. Auch nach der Zugfahrt war’s noch nicht geschafft und es war gut, dass die Jungs im Training waren. Den 20-minütigen steilen Aufstieg über Treppen meisterten sie für das Gepäck der Mädels nämlich gleich zweimal. Dann waren wir angekommen und alle sichtlich zufrieden. Nach der Anreise, der Programmbesprechung und einer Besichtigung von Menton war der Nachmittag am Strand eine lang ersehnte Abwechslung. Der nächste Badeausstatter wurde geplündert und die Schüler paddelten vergnüglich auf ihren neu erstandenen Luftmatratzen auf dem Meer. Die gesamte Freizeit der Woche würde also am Strand stattfinden.

Für Montag bis Freitag hatte Frau Philipp ein ausgewogenes Programm zusammengestellt. Die Tage begannen mit Sprachaktivitäten in der Jugendherberge. Anschließend erkundeten wir den Küstenabschnitt zwischen Nizza und Menton. Die Schüler hatten Kurzvorträge zu einzelnen Stationen vorbereitet. So kamen zu den landschaftlich und architektonisch beeindruckenden Bildern nützliche Hintergrundinformationen – natürlich auf Französisch. Am Montag ging’s nach Monaco, der Stadt der Schönen und Reichen. Dabei durfte ein Besuch im Casino von Monte Carlo nicht fehlen. Zwei Schülerinnen machten sogar Gewinn. Bei einem minimalen Einsatz, kamen über 20€ rum. Und nebenbei die Erfahrung des Nervenkitzels von Glücksspielen. Dienstag stand Nizza an. Der marché, die Promenade des Anglais, die église russe, … Am Nachmittag besuchten wir das Musée d’Art Moderne. Jeder hat ein Kunstobjekt gewählt und eine Bildbeschreibung auf Französisch angefertigt, die am Ende der Woche vorgetragen wurde. Es kamen erstaunliche Produkte zustande. Ganz im Zeichen der historischen Reise stand der Ausflug am Mittwoch nach Entrevaux. Auf der Hinfahrt nahmen wir einen alten Zug, der leider keine Klimaanlage hatte und wir demzufolge allesamt zerflossen. Endlich angekommen konnte nur noch ein Eis Abhilfe schaffen. Die Schüler waren nicht mehr für einen Aufstieg zur Zitadelle zu begeistern, obwohl er sich durchaus gelohnt hat. Die Rückfahrt war klimatisiert und es kamen langsam die Lebensgeister zurück. So konnten wir uns wieder auf die sehenswerte Landschaft einlassen. An unserem letzten ganzen Tag bildete den gemeinsamen Programmpunkt eine Besichtigung der Parfümfabrik Fragonard. Wir erhielten eine kurze, gut verständliche und anschauliche Einführung auf Französisch. Danach durfte jeder testen, ob er sich in die Reihe der 100 „Nasen“ Frankreichs einreihen wollte.

Das unfreiwillige Motto der Woche war ja bereits nach der Anreise klar: „Attention à la marche !“ Wir sind viel gelaufen, hatten große Höhenunterschiede und lange Fahrten von A nach B. Gelohnt hat es sich. Wir haben viel erlebt, Neues entdeckt und uns gut verstanden. Einzelne hatten sich so viel zu erzählen, dass sie bis nachts um 3 auf dem Balkon der Jugendherberge saßen. Die Unterkunft war einfach und mit dem Standard von deutschen Jugendherbergen nicht zu vergleichen. Das Leitungsteam hat uns dafür sehr freundlich betreut. Und Erfindungsreichtum war wieder angesagt. Dadurch, dass es in der Jugendherberge nur Frühstück gab, mussten wir uns selbst verpflegen. Kein Problem, denn auch ein Wasserkocher kann zeitweise eine Küche ersetzen.

Insgesamt verging die Zeit viel zu schnell. Wir hätten noch eine Woche vertragen können. Dank an alle für die gute Zeit. Nächstes Jahr ist der Küstenabschnitt westlich von Nizza angesagt?

À suivre.

Anette Kamitz