Schottlandfahrt 2009
05.07. bis 11.07.2009
Fàilte gu Alba – Welcome to Scotland – Willkommen in Schottland!

Loch Ness und Burg Urquhart
1. Tag
Für manch einen von uns begann die Fahrt nach Schottland weit vor Fahrtantritt. Nach einer schlaflosen Nacht und einer nicht endenden Vorfreude auf das bevorstehende Schottland-Ereignis ging es schließlich mit ein wenig Verspätung um 6.16 Uhr endlich los. Uns erwartete zunächst eine 9-stündige Busfahrt nach Amsterdam, die wir mit Schlafen, Bücher lesen, Musik hören, Spielen etc. und natürlich kleineren Pausen verbrachten. Der Check-In in Amsterdam, der zur Routine jeder Fährüberfahrt gehört, gestaltete sich leider unerwartet kompliziert und für zwei unserer Schülerinnen bedeutet dies, dass die Fahrt schon zu Ende war, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Obwohl alle anderen – mit Ausnahme von Frau Weigmann, die die zwei Schülerinnen zurück nach Berlin begleitete – das Schiff besteigen durften, war die bedrückte Stimmung aufgrund der Vorfälle am Check-In jedem anzumerken. Der anfänglichen Aufregung folgten die Erschöpfung und ein ruhiges Wiegen in den Schlaf.
2. Tag
England begrüßte uns am Morgen mit einer stürmischen See und einem bedeckten Himmel, wir waren jedoch frohen Mutes. Auf der Fahrt nach Edinburgh entschieden wir uns spontan einen Abstecher nach Alnwick Castle zu machen. Das Schloss wurde zum Drehort des ersten Harry-Potter-Films und beeindruckte uns sehr. Dort wurden wir von einer englischen Regen- dusche überrascht und konnten es gar nicht erwarten schnell in den Bus zu schlüpfen, und endlich ein ordentliches Frühstück zu uns zu nehmen. Nachdem alle Mägen gefüllt waren, ging es weiter nach Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Dort erkundeten wir die nähere Umgebung um das Edinburgh Castle und der Royal Mile mit seinen zahlreichen Souvenir- läden, Museen und der St. Giles Kathedrale. Dort stieß auch Fr. Weigmann wieder zu uns. Am späten Nachmittag ging es weiter nach in einen Vorort von Sterling, wo wir von unseren Gastfamilien erwartet wurden.

3. Tag
Am Morgen wurden wir von einem typisch britischen Doppeldeckerbus abgeholt und zum Schlossplatz des Sterling Castle gefahren. Auf der Fahrt dorthin war natürlich das Gesprächs- thema Nummer 1: die Gastfamilie. Die meisten von uns fühlten sich herzlich willkommen und wurden gut verköstigt. Im Gespräch mit der Gastfamilie konnten wir unsere Englischsprach- kenntnisse anwenden und waren teilweise wirklich überrascht, dass das Englisch der Schotten so gut zu verstehen ist. Bevor die Führung durch das Schloss begann, machten wir uns zusammen auf die Suche nach dem „Beheading Stone“, den wir nach etlichen Irrwegen schließlich am östlichen Fuße des Schlosses fanden. Sterling Castle selbst gehört zu der bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt. Das Schloss und seine Umgebung galten in der schottischen Geschichte aufgrund seiner strategischen Lage als „Schlüssel zu Schottland“. Hier wurden Entscheidungs- schlachten zwischen England und Schottland mit Nationalhelden, wie William Wallace und Robert the Bruce, gefochten. Anschließend ging es in die Altstadt mit einem Abstecher in das Old-Town-Jail. Dort erhielten wir durch eine spannende Führung interessante Einblicke in das Gefängnisleben in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Am Ende dieses erlebnisreichen Tages wurden wir schließlich auf eine harte Probe gestellt: Ganze drei Stunden galt es die Zeit sinnvoll zu verbringen bis uns unser deutscher Bus abholte. Dieser musste nämlich aufgrund gesetzlicher Bestimmung 24h stillstehen.

4. Tag
Bei sonnigem Wetter führte uns unser Weg zunächst in die älteste Whiskeydestillerie Schottlands nach Crieff, wo wir viel Wissenswertes über die Whiskeyherstellung erfuhren. Danach ging es weiter in die westlich gelegene Küstenstadt Oban. Dort machten wir einen kurzen Stadtbummel und betrachteten vom Ufer aus die wunderschöne Landschaft und das bunten Treiben der Delphin. Anschließend fuhren wir durch „das Tal der Tränen“ (Glencoe), wo wir mit wilder Begeisterung die Highlands erklommen und am liebsten dort geblieben wären.
5. Tag
Die heutige Tagesfahrt führte uns über Pitlochry, Fort Augustus, Loch Ness und Inverness in die nördlichen Highlands von Schottland. Obwohl die Fahrt recht lang und anstrengend war, entschädigte doch der Blick auf die atemberaubende Landschaft mit gelegentlichen Stopps. Ein Highlight war die Besichtigung des Urquhart Castle mit Blick auf Loch Ness. Ein wenig enttäuscht waren wir dennoch, hatten wir doch gehofft, das Seeungeheuer „Nessie“ zu sichten.
6. Tag
Und das soll es schon gewesen sein? -Das dachten wir wohl alle, als wir uns am Morgen gegen 10 Uhr von unseren Gastfamilien verabschiedeten. Es war eine wundervolle Zeit, in der wir die Menschen, die schottische Landschaft und seine Kultur besser kennenlernen durften. Eigentlich hatten wir uns alle noch auf einen Besuch des Heiratsmarktes in Gretna Green gefreut, aber da einer von uns einen Pass verloren hatte, ging es stattdessen zurück nach Edinburgh zum deutschen Generalkonsulat. Das Wetter zeigte sich so schön wie nie zuvor und so genossen wir das Wetter und die warmen Sonnenstrahlen bis alle Formalitäten erledigt waren. Danach ging es auf direktem Weg zur Fähre. Die Überfahrt war, abgesehen von einem kleinen Zwischenfall, weitestgehend ruhig. 7. Tag Die Ankunft in Amsterdam machte uns noch einmal mehr deutlich, dass alles Gute einmal ein Ende hat. Nach 14 Stunden Fahrt und einem langen Stau vor Hannover kamen wir gegen 23 Uhr erschöpft, aber glücklich in Berlin an.
Slàn leat Alba – Farewell Scotland – Auf Wiedersehen Schottland!